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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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Saar-Arbeitsmarkt zeigt erste Bremsspuren


Die Arbeitslosigkeit ist im Mai leicht gestiegen. Das ist saisonal eher unüblich und auf die konjunkturelle Abschwächung zurückzuführen, die den Arbeitsmarkt inzwischen erreicht haben dürfte. Aktuell sind an der Saar 32.365 Personen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,1 Prozent. Im Bund verlief die Entwicklung zwar ähnlich, die Quote blieb aber unverändert bei 4,9 Prozent. Die relative Schwäche des Saarlandes zeigt sich auch im Ranking der Bundesländer. Das Saarland ist neben Bremen das einzige Bundesland, in dem die aktuelle Monatsquote die Quote des Vorjahresmonats – also Mai 2018 - übersteigt. Zudem weisen wie schon im April nur noch fünf Bundesländer überhaupt eine höhere Arbeitslosenquote auf. Spitzenreiter im aktuellen Ländervergleich bleibt Bayern mit einer Quote von 2,7 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht ist weiterhin Bremen mit zehn Prozent.

Die relativ schwache saarländische Entwicklung zeigt sich auch in einigen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes. Während Deutschland insgesamt bei der Jugendarbeitslosigkeit wie auch der Arbeitslosigkeit älterer Menschen weitere Fortschritte macht, verharren an der Saar die entsprechenden Quoten erneut auf dem Vormonatsstand. Bei den unter 25-Jährigen liegt die Arbeitslosenquote hierzulande unverändert bei 4,8 Prozent. Im Bund sank sie von 4,2 auf 4,1 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen liegt im Saarland nach wie vor bei 5,8 Prozent. Im Bund sank sie von 5,5 auf 5,3 Prozent. Wie schon im April gab es hierzulande lediglich bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit Fortschritte. Die Quote arbeitsloser Ausländer sank an der Saar von 18,8 auf 17,9 Prozent. Im Bund hingegen nur von 12,4 auf 11,9 Prozent. Gleichwohl hinkt das Saarland dem Bund in allen diesen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes weiter hinterher.

Das Beschäftigungsniveau ist im März (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) erwartungsgemäß leicht gestiegen. Das wiederum entspricht dem üblichen saisonalen Verlauf zu Beginn des Frühlings. Allerdings fällt auch hier das Saarland mit einer relativen Schwäche auf. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen liegt es bei der Entwicklung am aktuellen Rand auf dem letzten Platz. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber März 2018 – hat der Bund verglichen mit dem Saarland nach wie vor deutlich die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,0 Prozent doppelt so stark aus wie an der Saar, wo nur +0,9 Prozent zu Buche stehen. Damit liegt das Saarland auch unverändert auf dem drittletzten Platz im Ländervergleich (auf den letzten Plätzen liegen Thüringen und Sachsen-Anhalt mit +0,6 bzw. +0,3 Prozent). Mit 391.500 Beschäftigten waren im März an der Saar zwar immer noch rund 3.300 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor, aber im langfristigen Vergleich ist die abnehmende Tendenz klar erkennbar. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Gesundheitswesen, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Bereich Information und Kommunikation, im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen in der Zeitarbeit, bei den Finanzdienstleistern und bei den sonstigen Dienstleistungen.

„Die konjunkturelle Abschwächung erreicht inzwischen auch den saarländischen Arbeitsmarkt. Erstmals seit drei Jahren ist die Mai-Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat wieder gestiegen. Trotzdem schätzen wir den Arbeitsmarkt gegenwärtig noch als aufnahmefähig ein, da viele Unternehmen nach wie vor Fachkräfte suchen und die Beschäftigung weiterhin steigt. Aber auch hier zeigen sich erste Bremsspuren. Der Beschäftigungsaufbau dürfte sich daher im Jahresverlauf weiter abschwächen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (29. Mai) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
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Saar-Arbeitsmarkt zeigt erste Bremsspuren