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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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30.04.2019

Frühjahrsbelebung stützt Saar-Arbeitsmarkt


Die Arbeitslosigkeit ist im April weiter leicht gesunken. Dies ist auf die saisonübliche Frühjahrsbelebung zurückzuführen. Die aktuell 31.738 Arbeitslosen markierten dabei einen neuen Tiefststand im langjährigen Vergleich. Die Arbeitslosenquote liegt dennoch unverändert bei sechs Prozent. Im Bund verlief die Entwicklung sogar noch besser: Die Quote sank von 5,1 auf jetzt 4,9 Prozent. Diese relative Schwäche des Saarlandes zeigt sich auch im Ranking der Bundesländer. Neben Baden-Württemberg ist das Saarland das einzige Bundesland, in dem die Arbeitslosenquote im Vergleich zum März nicht gesunken ist. Allerdings liegt Baden-Württemberg mit 3,1 Prozent unverändert auf Platz zwei aller Länder. Das Saarland hingegen ist abgerutscht: Nur noch fünf Bundesländer weisen inzwischen eine höhere Quote auf. Spitzenreiter im Ländervergleich bleibt Bayern mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht ist weiterhin Bremen mit 9,7 Prozent.

Die relativ schwache saarländische Entwicklung zeigt sich auch in Teilsegmenten des Arbeitsmarktes. Während in Deutschland insgesamt bei der Jugendarbeitslosigkeit wie auch der Arbeitslosigkeit älterer Menschen weitere Fortschritte erkennbar sind, verharren an der Saar die entsprechenden Quoten auf dem Vormonatsstand. Bei den unter 25-Jährigen liegt die Arbeitslosenquote hierzulande unverändert bei 4,8 Prozent. Im Bund sank sie von 4,5 auf 4,2 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen liegt im Saarland nach wie vor bei 5,8 Prozent. Im Bund sank sie von 5,7 auf 5,5 Prozent. Lediglich bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit gibt es hierzulande weiter bescheidene Fortschritte. Die Quote arbeitsloser Ausländer sank an der Saar von 18,9 auf 18,8 Prozent. Im Bund wiederum deutlich stärker von 12,7 auf 12,4 Prozent. In allen diesen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund also weiter hinterher.

Das Beschäftigungsniveau hat sich im Februar (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) erwartungsgemäß nicht groß verändert. Das entspricht dem üblichen saisonalen Verlauf im Winter. Allerdings fällt auch hier das Saarland mit einer relativen Schwäche auf. Neben Bremen und Sachsen ist es das einzige Bundesland, in dem die Beschäftigung im Vergleich zum Januar leicht rückläufig war. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber Februar 2018 – zeigen sich hingegen wieder überall Zuwächse. Doch auch hier hat der Bund verglichen mit dem Saarland nach wie vor deutlich die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,1 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,0 Prozent kommt und damit unverändert den drittletzten Platz im Ländervergleich belegt (auf den letzten Plätzen liegen Thüringen und Sachsen-Anhalt). Mit 391.200 Beschäftigten waren im Februar an der Saar aber immerhin noch rund 3.900 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Gesundheitswesen, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Bereich Information und Kommunikation, im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen bei den Finanzdienstleistern, in der Zeitarbeit und bei sonstigen Dienstleistungen.

„Die einsetzende Frühjahrsbelebung in Teilen der Wirtschaft stützt den saarländischen Arbeitsmarkt. Trotz schwacher Konjunktur dürfte er sich deshalb vorerst weiter robust entwickeln. Wir erwarten daher auch für die kommenden Monate einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und einen Anstieg der Beschäftigung. Dieser dürfte allerdings wegen des Fachkräftemangels, der vor allem im Baugewerbe und einzelnen Dienstleistungsbereichen immer spürbarer wird, zunehmend an Grenzen stoßen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (30. April) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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