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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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30.08.2018

Nach der Sommerpause: Weniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte


Nach dem Ende der Ferienzeit hat der saarländische Arbeitsmarkt wieder Fahrt aufgenommen. Die Arbeitslosigkeit ist im August gesunken, nachdem sie im Juli saisonal bedingt leicht gestiegen war. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass dieses schnelle Umschalten nicht die Regel ist. Einen Rückgang der August-Arbeitslosigkeit gab es hierzulande zuletzt 2011. Aktuell sind rund 32.300 Menschen an der Saar arbeitslos. Die Arbeitslosenquote verringerte sich leicht auf jetzt 6,1 Prozent. Im Bund stieg sie auf 5,2 Prozent, da deutschlandweit die Arbeitslosigkeit im August weiter gestiegen ist. Im Ranking der Bundesländer belegt das Saarland trotzdem unverändert den neunten Platz. Spitzenreiter ist weiterhin Bayern mit einer Quote von 2,7 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt mit weitem Abstand Bremen mit inzwischen zehn Prozent.

Deutlich gesunken ist im August auch die Jugendarbeitslosigkeit an der Saar. Junge Menschen konnten nach dem Ende ihrer Ausbildung erwartungsgemäß schnell eine Anschlussbeschäftigung finden. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen sank an der Saar auf 5,6 Prozent. Im Bund stieg sie hingegen auf 5,4 Prozent. Damit hat sich das Saarland wieder dem Bundesschnitt angenähert. Bei der Arbeitslosigkeit älterer Menschen ist dagegen im Saarland wie auch im Bund nach wie vor kaum Bewegung feststellbar. An der Saar sank die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen leicht auf 5,6 Prozent, im Bund stagniert sie weiterhin bei 5,5 Prozent. Unverändert deutlich hinterher hinkt das Saarland jedoch bei der Ausländerarbeitslosigkeit. An der Saar liegt deren Quote bei 19,1 Prozent, im Bund nur bei 12,7 Prozent.

Im Juni (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung im Vergleich zum Vormonat hierzulande zwar nicht weiter gestiegen, das ist aber jahreszeitlich durchaus nicht unüblich. Auch im Bund war nur ein minimaler Anstieg von +0,1 Prozent feststellbar. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber Juni 2017 - sieht es insgesamt erheblich besser aus. Allerdings hat der Bund dabei nach wie vor die Nase deutlich vorne. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,2 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,3 Prozent kommt und damit unverändert den drittletzten Platz im Ländervergleich belegt. Mit 389.300 Beschäftigten waren an der Saar aber rund 5.100 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden vorwiegend in der Zeitarbeit, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Rückläufig war die Beschäftigung im Baugewerbe, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie etwa den Hausmeistercervices, den Wach- und Sicherheitsdiensten und den Call-Centern. Auch die Finanzdienstleister bauen weiterhin Arbeitsplätze ab.

„Trotz der gedämpften Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt im Saarland weiter aufnahmefähig. Entgegen dem Bundestrend ist die Arbeitslosigkeit hierzulande wieder gesunken und die Beschäftigung weiter gestiegen. Für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Wir halten deshalb an unserer Jahresprognose von 3.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und einer Absenkung der Arbeitslosenquote auf unter sechs Prozent fest.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (30. August) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


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