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 Motiv: © drubig-photo - Fotolia.com

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02.11.2017

Der Beschäftigungsaufbau hält an


Die Arbeitslosigkeit ist auch im Oktober weiter gesunken. Aktuell sind im Saarland knapp 33.300 Menschen arbeitslos. Das sind rund 600 Arbeitslose weniger als im September und sogar fast 1.750 weniger als noch vor Jahresfrist. Bis ins Jahr 2012 muss man in der Statistik zurückgehen, um einen Oktober mit vergleichbar niedrigen Arbeitslosenzahlen zu finden. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt an der Saar jetzt bei 6,4 Prozent. Im Bund sank sie auf 5,4 Prozent. Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland zusammen mit Brandenburg weiter auf dem neunten Rang.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit konnte das Saarland dank einer sehr dynamischen Entwicklung im letzten Monat wieder zum Bund aufschließen. Im Oktober sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen an der Saar von 5,5 auf 4,9 Prozent. Im Bund von 5,3 auf 4,8 Prozent. Bei den älteren Arbeitslosen verlief die Entwicklung deutlich gedämpfter. Im Saarland liegt die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen unverändert bei 6,1 Prozent. Auch im Bund hat sich nichts bewegt, weshalb die Quote weiterhin bei 5,9 Prozent verharrt.

Im August (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung an der Saar im Vergleich zum Vormonat wieder kräftiger gestiegen (+1,1 Prozent). Im Bund hingegen nur um +0,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich – also gegenüber August 2016 - steht der Bund aber weiterhin besser da. Mit einem Plus von 2,4 Prozent verzeichnet er nach wie vor einen deutlich kräftigeren Beschäftigungszuwachs als das Saarland, das auf +1,4 Prozent kommt und damit den 13. Platz im Ländervergleich belegt. An der Saar waren im August aber mit 388.300 Beschäftigten 5.400 Menschen mehr in Arbeit als noch im Juli 2016. Das ist neuer Rekord. Neue Arbeitsplätze entstanden vorwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern wie etwa Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdiensten und Call-Centern sowie bei den sonstigen Dienstleistungen. Abgebaut wurde Beschäftigung in der Industrie, in der Zeitarbeit und geringfügig bei den Finanzdienstleistern.

„Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt wird in den kommenden Monaten anhalten. Allerdings dürfte die Arbeitslosigkeit nicht in dem Maße sinken, wie die Beschäftigung steigt. Der Grund dafür ist, dass immer mehr Flüchtlinge nach Abschluss ihres Asylverfahrens dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (02. November) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
  
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