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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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30.10.2018

Arbeitsmarkt weiter im Aufwind

Beschäftigungsaufbau stößt aber zunehmend an Grenzen


Was sich schon im letzten Monat angedeutet hatte, wurde durch die aktuellen Arbeitsmarktdaten bestätigt: Die positive Entwicklung des saarländischen Arbeitsmarktes setzt sich trotz der konjunkturellen Eintrübung weiter fort. Die Arbeitslosenquote ist hierzulande im Oktober auf 5,8 Prozent gesunken. Mit aktuell 30.521 Arbeitslosen wurde der bisherige Tiefststand vom November 2011 um exakt 1.000 Personen unterschritten. Auch im Bund sank die Arbeitslosigkeit weiter und hat mit 4,9 Prozent erstmals die 5-Prozent-Schwelle durchbrochen. Im Ranking der Bundesländer teilt sich das Saarland mit Brandenburg jetzt den achten Platz. Allerdings liegen auch Niedersachsen und Schleswig-Holstein gemeinsam auf einem Platz, dem Fünften. Spitzenreiter ist weiterhin Bayern mit einer Quote von 2,6 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt Bremen mit 9,5 Prozent.

Kräftig gesunken ist im Oktober die Jugendarbeitslosigkeit. Im Saarland sogar noch stärker als im Bund – im September war es noch andersherum. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen sank an der Saar um 0,8 Punkte auf jetzt 4,7 Prozent. Im Bund hingegen um 0,5 Punkte auf 4,3 Prozent. Damit hat sich das Saarland dem Bundesschnitt wieder etwas angenähert. Stagnation zeigt sich dagegen beim Abbau der Arbeitslosigkeit älterer Menschen. Im Saarland wie auch im Bund ist in diesem Segment des Arbeitsmarkts zurzeit keine Bewegung feststellbar. An der Saar liegt die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen unverändert bei 5,5 und im Bund bei 5,4 Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit hinkt das Saarland dem Bund unverändert deutlich hinterher. An der Saar liegt die Quote arbeitsloser Ausländer jetzt bei 17,9 Prozent. Im Bund bei 12,1 Prozent.

Im August (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung weiter gestiegen. Im Vormonatsvergleich fiel der Anstieg im Saarland mit +1,3 Prozent deutlich kräftiger aus als im Bund mit +0,8 Prozent. Ein derartiger Anstieg nach den Sommerferien ist durchaus üblich, weil hier mehrere saisonale Effekte unterstützend zusammenkommen. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber August 2017 - sieht es insgesamt sogar noch besser aus. Dabei hat der Bund allerdings nach wie vor die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,2 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,5 Prozent kommt und damit den viertletzten Platz im Ländervergleich belegt. Dennoch wurde mit 394.400 Beschäftigten eine neue Rekordmarke an der Saar erreicht. Das sind rund 5.800 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Sozialwesen und in der Zeitarbeit sowie im Handel. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen bei den Finanzdienstleistern.

„Der saarländische Arbeitsmarkt ist weiter im Aufwind. Auch bei schwächerer Konjunktur erwarten wir für die kommenden Monate eine Fortsetzung dieser robusten Entwicklung. Wir rechnen mit einem weiteren Arbeitskräfteaufbau. Im Jahresdurchschnitt dürften wir in diesem Jahr mit gut 390.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen historischen Höchststand erreichen. Der Beschäftigungsaufbau stößt aber wegen fehlender Fachkräfte zunehmend an Grenzen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (30. Oktober) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
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