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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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01.03.2019

IHK: Saar-Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig


Nach dem Anstieg zum Jahresbeginn ist die Arbeitslosigkeit im Februar wieder gesunken. Der Rückgang lag dabei in diesem Jahr sogar über dem Mittel der letzten zehn Jahre und signalisiert damit einen weiterhin aufnahmefähigen Arbeitsmarkt. Aktuell sind im Saarland 32.770 Arbeitslose gemeldet. Die Quote blieb damit unverändert bei 6,2 Prozent. Die Entwicklung im Bund verlief ähnlich: Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, die Quote blieb unverändert (5,3 Prozent). Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland weiter auf den neunten Platz, wurde aber inzwischen von Hamburg eingeholt. Spitzenreiter sind Baden-Württemberg und Bayern mit einer Quote von je 3,2 Prozent – das ist faktisch immer noch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt Bremen mit 9,8 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist entgegen dem allgemeinen Trend im Februar weiter gestiegen. Dies hängt aber mit den Besonderheiten des beruflichen Ausbildungssystems zusammen und dürfte nicht von Dauer sein. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen kletterte hierzulande von 4,8 auf fünf Prozent. Im Bund von 4,4 auf 4,6 Prozent. Gesunken ist dagegen wieder die Arbeitslosigkeit älterer Menschen – wenn auch nur geringfügig. Im Saarland liegt die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen jetzt bei 5,9 Prozent und im Bund bei 5,8 Prozent. Nur wenige Fortschritte zeigen sich auch bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit. Die Quote arbeitsloser Ausländer sank an der Saar von 19,1 auf 19 Prozent, im Bund von 13 auf 12,9 Prozent. Damit hinkt das Saarland dem Bund in allen diesen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes weiter hinterher.

Die Beschäftigung ist im letzten Dezember (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) erwartungsgemäß gesunken. In allen Bundesländern fällt der Vormonatsvergleich negativ aus. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber Dezember 2017 – zeigen sich hingegen überall Zuwächse. Verglichen mit dem Saarland hat der Bund dabei jedoch weiterhin deutlich die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,2 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +0,9 Prozent kommt und damit weiterhin den vorletzten Platz im Ländervergleich belegt (den letzten Platz teilen sich Sachsen-Anhalt und Thüringen). Dennoch sind hierzulande mit aktuell 392.300 Beschäftigten rund 3.400 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Bereich Verkehr und Logistik sowie im Bereich Information und Kommunikation. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen in der Zeitarbeit, bei sonstigen Dienstleistungen und bei den Finanzdienstleistern.

„Trotz gedämpfter Konjunktur ist der saarländische Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig. Viele Unternehmen suchen nach wie vor Fachkräfte, insbesondere in der IT-Branche, in der Logistik und im sozialpflegerischen Bereich. Wir halten daher an unserer Prognose fest und rechnen im Jahresmittel mit einer Arbeitslosenquote von rund sechs Prozent sowie mit 1.500 bis 2.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen an der Saar. Angesichts der Kapazitätsanpassungen in zahlreichen Betrieben der Saarindustrie wird die Dynamik des Beschäftigungsaufbaus aber etwas abflachen.“ So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier die heute (01. März) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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