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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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31.01.2019

Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur weiterhin robust


Im Januar ist die Arbeitslosigkeit saisonüblich gestiegen. Der Anstieg blieb dabei aber deutlich unter dem Mittel der letzten zehn Jahre und gibt damit keinen Anlass zur Besorgnis. Aktuell sind im Saarland 32.982 Arbeitslose gemeldet. Das entspricht einer Quote von 6,2 Prozent. Auch im Bund erhöhte sich die Arbeitslosigkeit etwas. Die Quote stieg auf 5,3 Prozent. Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland weiter auf den neunten Platz. Spitzenreiter sind Baden-Württemberg und Bayern mit einer Quote von 3,3 Prozent – das ist faktisch immer noch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt Bremen mit 9,8 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist dem allgemeinen Trend folgend im Januar ebenfalls gestiegen. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen kletterte hierzulande von 4,3 auf 4,8 Prozent. Im Bund nur von 4,1 auf 4,4 Prozent. Erhöht hat sich auch wieder die Arbeitslosigkeit älterer Menschen. Im Saarland und im Bund liegen die Quoten der 55 bis unter 65-Jährigen jetzt gleichauf bei sechs Prozent. Rückschritte zeigen sich auch wieder bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit. Die Quote arbeitsloser Ausländer stieg an der Saar von 17,6 auf 19,1 Prozent, im Bund von 12 auf 13 Prozent. Damit hinkt das Saarland dem Bund in diesem Segment des Arbeitsmarktes weiter deutlich hinterher.

Die Beschäftigung ist im letzten November (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) weiter gestiegen. Im Vormonatsvergleich liegen das Saarland und der Bund mit +0,1 Prozent diesmal gleichauf. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber November 2017 - hat der Bund jedoch weiterhin deutlich die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von zwei Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,2 Prozent kommt und damit jetzt zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern den vorletzten Platz im Ländervergleich belegt. Dennoch wurde mit aktuell 396.500 Beschäftigten eine neue Rekordmarke an der Saar erreicht. Das sind rund 4.600 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe, im Sozialwesen, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Bereich Verkehr und Lagerei. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen bei den Finanzdienstleistern und in der Zeitarbeit.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar folgt dem saisonüblichen Muster. Er fällt dieses Mal aber schwächer aus als im langjährigen Mittel. Das beweist, wie robust der saarländische Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur nach wie vor ist. Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer Arbeitslosenquote von rund sechs Prozent sowie 1.500 bis 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze, dies vorwiegend im sozialen Bereich, in der Pflege und im Bildungswesen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (31. Januar) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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