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 Motiv: © DOC RABE Media - Fotolia.com

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Kennzahl: 17.13363
30.08.2017

Arbeitsmarkt weiter in guter Verfassung


Die Arbeitslosigkeit ist im August nochmals leicht gestiegen. Wie schon im Vormonat ist dies eine für die Ferienzeit typische Entwicklung und kein Anzeichen für eine generelle Trendwende. Im Gegenteil, der Arbeitsmarkt wird von der guten Konjunktur weiter unterstützt und zeigt sich deshalb in guter Verfassung. Dank der bevorstehenden Herbstbelebung ist in den kommenden Monaten mit einer sinkenden Arbeitslosigkeit und einer weiterhin steigenden Beschäftigung zu rechnen. Aktuell sind im Saarland rund 35.500 Menschen arbeitslos - knapp 450 Personen mehr als noch im Juli. Verglichen mit dem Vorjahr sind das aber fast 2.200 Arbeitslose weniger. Bis ins Jahr 2012 muss man in der Statistik zurückgehen, um einen August mit vergleichbar niedrigen Arbeitslosenzahlen zu finden. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt an der Saar jetzt bei 6,8 Prozent. Im Bund stieg sie leicht auf 5,7 Prozent. Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland weiter auf dem neunten Rang – jetzt zusammen mit Brandenburg, das aufschließen konnte.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit konnte das Saarland im Vergleich zum Bund den Abstand nicht nur verringern, sondern hat jetzt sogar wieder knapp die Nase vorn, da sich die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen an der Saar im August nicht weiter erhöht hatte, sondern bei 5,9 Prozent verharrte. Im Bund stieg die Quote dagegen auf sechs Prozent an. Bei den älteren Arbeitslosen verlief die Entwicklung etwas anders. Im Saarland liegt die Quote 55 bis unter 65-Jährigen seit Juni unverändert bei 6,2 Prozent. Im Bund hingegen war bislang eine kontinuierliche Abnahme der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe feststellbar. Im August ist diese Entwicklung nun auch zum Stillstand gekommen – allerdings bei einer Quote von sechs Prozent.

Im Juni (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung an der Saar im Vergleich zum Vormonat wie auch zum Bund leicht gesunken (-0,1 Prozent, Bund: +0,1 Prozent). Auch im Vorjahresvergleich – also gegenüber Juni 2016 - steht der Bund besser da. Mit einem Plus von 2,6 Prozent hat er nach wie vor einen deutlich kräftigeren Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen als das Saarland, das gerade einmal auf +1,5 Prozent kommt. Schlusslicht im Ländervergleich bleibt Thüringen mit +1,2 Prozent. An der Saar waren im Juni mit 384.200 Beschäftigten aber trotzdem gut 5.700 Menschen mehr in Arbeit als noch im Juni 2016. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Gastgewerbe, bei Erziehung und Unterricht und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern wie etwa Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdiensten und Call-Centern sowie im Baugewerbe. Abgebaut wurde Beschäftigung in der Zeitarbeit und in der Industrie.

„Trotz der üblichen Sommerflaute bleibt der Arbeitsmarkt in guter Verfassung. Für die kommenden Monate erwarten wir einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus. Aufs gesamte Jahr rechnen wir mit einer Arbeitslosenquote von deutlich unter sieben Prozent und 2.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen" – so kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (31. August) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


  
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